Homeoffice #32 – Arbeiten Sie neue Mitarbeitende analog und virtuell ein

Kann man neue Mitarbeitende rein virtuell auf Distanz einarbeiten? Naja, rein technisch ist die Antwort an sich ja. Aber sollte man? Ich finde, es spricht zu viel dagegen. Kann man sie 100% im Büro einarbeiten? Ja, aber auch das sollte man nicht. Aber fangen wir mal vorne an:

Wenn vieles unbekannt ist, ist das Coaching der neuen Mitarbeitenden schlicht einfacher, wenn alle Beteiligten vor Ort sind. Mindestens das Gotti bzw. der Götti (oder wie auch immer das bei Ihnen organisiert ist) sollte zu einem wesentlichen Teil gemeinsam mit dem neuen Mitarbeitenden vor Ort sein. Vielleicht muss es ja auch nicht immer dieselbe Person sein, da kann man sich gut abwechseln. Und der neue Mitarbeitende muss auch nicht ständig vor Ort sein. Vielleicht ist er die erste Woche ganz vor Ort und danach 1 Tag pro Woche im Homeoffice für den Anfang. Oder er ist zwei Monate vor Ort und kann danach innerhalb der vom Arbeitgeber oder Vorgesetzten gesetzten Grenzen frei wählen.

Der persönliche analoge Kontakt ist für den Aufbau einer Vertrauensbasis wichtig, weil er damit schneller und einfacher zu erreichen ist. Die neue Person sollte so viele Leute wie möglich in echt kennenlernen und sich mit ihnen austauschen und mit ihnen zusammenarbeiten. Wie will die neue Person sonst später heikle Dinge mit jemandem auf Distanz (wenn die neue Person oder die erfahrene Kollegin) im Homeoffice sind) angehen, wenn die Vertrauensbasis fehlt und sie die Leute nicht kennt. Natürlich geht das auch, es ist aber tendenziell etwas schwieriger. Glauben Sie mir, da spreche ich aus eigener Erfahrung.

In der Einarbeitungsphase sollten neue Mitarbeitende auch von zuhause aus arbeiten.

Vieles kann aber auch virtuell im oder vom Homeoffice aus gemacht werden. Und das sollte es auch. Grad wenn Sie Ihre Mitarbeitenden auch im Homeoffice arbeiten lassen wollen – was Sie nach mir machen sollten – ist auch die virtuelle Einarbeitung und Angewöhnung zuhause wichtig. Auch in der Probezeit sollte wohl schon getestet werden, ob jemand zuhause auch gut arbeiten kann. Bzw. wenn die Person kein Homeoffice machen möchte – was nach mir einem jeden freistehen sollte – dann gilt es zu schauen, ob sie mit ihren Kolleginnen zurechtkommt, die eben Homeoffice machen.

Bild von Mohamed Hassan auf Pixabay

Fazit zum Mitnehmen:

  • Arbeiten Sie neue Mitarbeitende wenn möglich zuerst mal im Büro ein.
  • Starten Sie aber bald sachte mit einem Mix aus Büro und Homeoffice und beobachten Sie die Situation.

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