Homeoffice #9 – Die Kaffeemaschine ist auch virtuell wichtig

Haben Sie im Homeoffice einen Ersatz für die Kaffeemaschine? Nein, ich meine nicht, ob sie und ihre Angestellten auch zuhause Kaffee (oder Tee oder was auch immer) trinken können. Aber im Büro trifft man sich häufig bei der Kaffeemaschine oder der Pausenecke. Und das fehlt im Homeoffice. Meine Frage ist also: Haben Sie einen virtuellen Ort, eine virtuelle Gelegenheit, sich einfach so mal mit anderen aus dem Büro zu treffen?

Bild von Soner Köse auf Pixabay

Wenn Sie sich Studien zu Homeoffice anschauen und lesen oder zuhören, was die Leute von ihren Erfahrungen mit länger dauerndem Dauer-Homeoffice berichten, dann werden Sie feststellen, dass alle von einer gewissen Vereinsamung berichten, davon dass soziale Kontakte fehlen und Nähe verloren geht. Und einzelne Studien deuten darauf hin, dass eine enge Einbindung ins Team für das Wohlbefinden bei der Arbeit von zuhause aus, besonders wichtig ist.

Dafür gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Machen Sie nicht ausschliesslich Homeoffice oder erschaffen Sie virtuelle Möglichkeiten – schaffen Sie digital Nähe.

Wenn Sie nicht darauf angewiesen sind (oder es in der Pandemie zur Pflicht erklärt wird), immer Homeoffice zu machen, dann sollten sie das auch nicht machen. Gehen Sie ab und zu ins Büro. Oder machen Sie nur ab und zu Homeoffice. Oder machen Sie es gar nicht. Als Chefin lassen Sie ihren Mitarbeitenden bitte soweit wie möglich die Freiheit. Wenn Sie mit Homeoffice gar nichts anfangen können und zuhause oder wo auch immer einfach nicht gut arbeiten können, im Büro aber schon, dann arbeiten Sie ums Himmels Willen im Büro. Dort können Sie sich dann auch zum Mittagessen treffen und kurz eine Pause bei der Kaffeemaschine einlegen und mit den Kollegen einen Schwatz halten.

Wenn Sie ausnahmslos ständig Homeoffice machen (wollen), warum auch immer, dann sorgen Sie dafür, dass der soziale Aspekt nicht verloren geht. Gehen Sie auch mal ins Café nebenan für ein paar Stunden arbeiten. Einzelne treffen sich vielleicht auch ab und zu mal für einen Tag Homeoffice zusammen bei jemandem anderem zuhause. Das kann eine prima Abwechslung sein.

sorgen Sie dafür, dass freiwillige, virtuelle Kaffeepausen organisiert werden

Und wenn sie das nicht können oder wollen, dann machen Sie wenigstens zum virtuellen Kaffee ab. Und als Chef oder Chefin sorgen Sie bitte dafür, dass solche freiwilligen, virtuellen Kaffeepausen organisiert werden. Entweder übernimmt das jemand aus Ihrem Team oder Sie müssen das machen. Zuerst mags seltsam erscheinen, aber wenn sich alle mal daran gewöhnt haben, ist es eine prima Sache. Organisieren Sie zum Beispiel einfach einmal im Tag eine Viertelstunde, wo Sie sich alle online treffen können (aber nicht müssen). Und über die Arbeit sollte dann dort auch nicht gesprochen werden. Geht ganz einfach.


Fazit zum Mitnehmen:

  • Je überwiegender Homeoffice ist, umso mehr Nähe geht verloren.
  • Diese Sozialkontakte sollten Sie bewusst fördern. Entweder durch Bürotage oder dann bspw. durch virtuelle Kaffeepausen oder irgendetwas Ähnliches.
  • Eine Variante ist übrigens auch, in Arbeitssitzungen ganz bewusst Zeit für Kaffeegespräche einzuplanen, sei dies nun zu Privatem oder zu arbeitsbezogenen Themen.

PS: Falls Sie eine gute Idee dazu haben, benutzen Sie doch unten das Kommentarfeld und schreiben Sie, wie Sie das angehen.

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